Temporary tattoos, text, adhesive film

What does Germany look like? What defines its surface? The mixed-media installation Deutschland, mon amour manifests an ambivalent relationship through expansive image and text elements.

Collaboration with Vera Drebusch. Installation view at BBK Köln, Vera Drebusch.

See also: Deutschland, mon Amour Performance / Performing at “ROSA – Eine Ausstellung anlässlich des 100. Todesjahres Rosa Luxemburgs”

 

“Die Arbeit, entstanden in Zusammenarbeit mit Vera Drebusch, besteht aus einer Rauminstallation, bei der Klebefolien mit temporären Tattoos im Umriss der geografischen Abbildung Deutschlands den Ausstellungsboden bedecken, schwarz auf weiß. Im Rahmen der Arbeit findet eine Performance statt, bei er die beiden Künstler (mit weißer Hautfarbe) sich gegenseitig zeremoniell jene Tattoos auftragen, ihre weiße Haut sukzessive in eine schwarze Oberfläche umkehren. Die Arbeit thematisiert das gesellschaftliche Wechselspiel von kultureller Identität, Oberfläche, Stigmatisierung und Ressentiments, zeigt Oberflächen als Formen der unfreiwilligen Markierung wie auch des selbstbestimmter Schutzes. Stereotype Vorstellungen, die in Fragen der Erscheinung im wahrsten Sinne des Wortes von einem schwarz-weiß-Denken bestimmt sind, werden hier buchstäblich umgekehrt und überspitzt. Im Gestus einer Verbrüderung, einer körperlichen Einfühlung bündelt dabei die doppelte Verwandlung der Performance die Problematik von Identität, Erscheinung, Blackfacing und kultureller Aneignung.”

– Baptist Ortmann